Anstelle der Hektik tritt die Stille

anstelle der Hektik

tritt die Stille und das Schweigenkönnen;

 

anstelle des ausschließlichen Zweck- und Zieldenkens

tritt die Absichtslosigkeit;

 

anstelle des Machtstrebens

tritt Hingabe und echte Liebesfähigkeit;

 

anstelle des quantitativen Leerlaufes

tritt das qualitative geistige Geschehen;

 

anstelle der Manipulation

tritt das geduldige Gewährenlassen der fügenden Kräfte;

 

anstelle des mechanistischen Ordnens, der Organisation

tritt das »In-der-Ordnung-sein«;

 

anstelle der Vorurteile

tritt der Verzicht auf Werturteile,

also statt Kurzschluss unsentimentale Toleranz;

 

anstelle dualistischer Gegensätze

tritt die Transparenz;

 

anstelle der Handlung

tritt die Haltung;

 

anstelle des homo faber

tritt der homo integer (der integrierte Mensch);

 

anstelle des gespaltenen Menschen

tritt der ganze Mensch;

 

anstelle der Leere der begrenzten Welt tritt

die offene Weite der offenen Welt.

 

Jean Gebser

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